Gewerbe/Industrie
RIKA Zentrale
Neubau / Revitalisierung
Wenn man ein Unternehmen wie den Blechkomponentenhersteller und Ofentechnikspezialisten RIKA aus Micheldorf durch die Jahre begleiten darf, wird man zum Weggefährten und zum sprichwörtlichen Haus- und Hofarchitekten. Als solcher beziehungsweise als solche nehmen wir Anteil an der Entwicklung des Kremstaler Leitbetriebes, die wir auf unsere Weise mitgestalten dürfen. Indem wir ihn in Phasen unerwartet starken Wachstums und Zeiten größerer Veränderungen dabei unterstützen, sich baulich-räumlich anzupassen. Je öfter das Leben im Allgemeinen und das Wirtschaftsleben im Besonderen Anlass dazu geben, desto geschmeidiger wird die langjährige Zusammenarbeit, in die wir uns auch immer wieder initiativ einbringen.
Manche der Veränderungen, die wir gemeinsam vorwegnehmen oder gemeinsam beantworten, kommen von innen; andere wiederum von außen. Die jüngste ging gleichermaßen von der inneren Notwendigkeit aus, neue Büros zu schaffen, wie von Ausbauplänen des Liegenschaftsnachbarn von RIKA: Den Österreichischen Bundesbahnen, deren hochfrequentierte Pyhrnstrecke zwischen Linz und Graz direkt hinter der historischen RIKA-Zentrale liegt, in der alles begonnen hat. Um die überbeanspruchte Verkehrsverbindung zu entlasten, haben die ÖBB den Bau eines zweiten Gleises projektiert. Und sich den dafür erforderlichen Platz durch die Ablöse von Grundstücken – darunter auch eines Teils des alten RIKA-Areals – verschafft. Was bedeutete, einen Teil der Zentrale zurückzubauen.
Uns stellte das vor die reizvolle, da in sich tendenziell widersprüchliche Herausforderung, neue Büros bei gleichzeitiger Verkleinerung der zur Verfügung stehenden Baufläche zu schaffen. Nach ersten Überlegungen legten wir uns schon früh darauf fest, das dem Immobiliengeschäft mit den ÖBB im Weg stehende Bestandsbauwerk nicht in seiner Gesamtheit abzubrechen. Sondern einen Teil zu belassen und mit einem schmalen neuen Baukörper zu verbinden, in dem die RIKA-Mitarbeiter*innen künftig gastronomisch versorgt werden können.
Die gewünschte Bürofläche realisierten wir durch eine Aufstockung des Hauptgebäudes mit einem weiteren neuen Korpus, der sich wie die Betriebsgastronomie durch eine klar strukturierte Eloxalfassade mit großen Fensterflächen auszeichnet. Damit nicht genug, verständigten wir uns mit RIKA obendrein darauf, auch das neu gestalten zu dürfen, worauf die Blicke aus diesen Fenstern gehen:
Im Zug einer teilweisen Entsiegelung wurde der Freiraum ein schönes Stück grüner und lebendiger.